Die Kombination zweier Satelliten liefert neue Messdaten | Polarjournal
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Cryosat-2 ist ein Erdbeobachtungssatellit der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur Beobachtung der Eismassen der Erde. Cryosat-2 wurde am 8. April 2010 ins All geschossen und  ist der Ersatz für den Satelliten Cryosat  1, der bei einem Fehlstart 2005 verloren ging. (Foto, ESA)

Zwei Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation liefern Daten zur Messung der Dicke des arktischen Meereises. Die Dicke des Meereises ist ein Schlüsselparameter für viele wissenschaftliche und operationelle Anwendungen. Aber im Gegensatz zur Meereisbedeckung ist die Messung der Dicke mit Hilfe von Satelliten eine Herausforderung für die Wissenschaft.   

Der ESA SMOS-Satellit ist besser für dünnes Meereis, während sein Gefährte CryoSat-2 besser für dickeres Meereis geeignet ist. Die Kombination beider Satelliten ermöglicht nun präzise Beobachtungen sowohl von dickem als auch von dünnem Meereis mit nur einem Datenprodukt. Beide Satelliten zusammen liefern eine genaue und vollständige Beschreibung der Meereisdicke auf der gesamten nördlichen Hemisphäre. Bisher sind nur Meereisdickenkarten von CryoSat-2 für einen ganzen Monat verfügbar, während der neue Service wöchentliche Karten bereitstellt.     

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SMOS ist als zweiter Satellit der Earth Explorer Mission der am 2. November 2009 in einem langfristigen Rahmenprogramm der ESA zur Erdbeobachtung gestartet wurde. (Foto, ESA)

Dieser automatisierte Service wurde am Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, mit Unterstützung der ESA realisiert. Er bietet einen offenen Zugriff auf die Datensätze der einzelnen Satelliten, als auch auf das kombinierte Meereisdickenprodukt SMOS / CryoSat-2. Der Dienst beginnt mit der Veröffentlichung wöchentlicher Meereisdickenmessungen von 2010 bis April 2019. Die Aktualisierung des Datensatzes wird nach der obligatorischen Sommerpause für Satelliten-Meereisdickenmessungen im Oktober 2019 fortgesetzt. Die regelmäßige Erstellung dieser Daten zielt auf die Bedürfnisse von Wissenschaftlern ab, die sich mit Fragen der Klimaforschung befassen, sowie von Nutzern in Zentren zur Wetter- und Meereisvorhersage. Damit ist das Multi-Satelliten-Meereisdicken-Produkt des AWI eine Erfolgsgeschichte des Transfers zwischen Wissenschaft und Anwendung.

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Dickes Meereis in der Arktis.(Foto, AWI, Stefan Hendricks)

Quelle:      AWI Bremerhaven, Robert Ricker

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