Dumont d’Urville – Französische Expedition in die Antarktis | Polarjournal
Dumont d’Urville, geboren am 23. Mai 1790, war ein französischer Seefahrer und Polarforscher. Dumont entschied sich im Alter von 17 Jahren für eine höhere Offizierslaufbahn bei der Marine. Er war ein begabter Botaniker und sprach sieben Sprachen fließend. Dumont starb am 8. Mai 1842 in Meudon.

1837 wurde Dumont d’Urville vom französischen König Louis-Philippe gebeten, den Südpol zu erforschen. Der Schwerpunkt der Reise war, die Antarktis zu erreichen und zwar so weit in Richtung Pol, als es die Eisverhältnisse zulassen. König Louis-Philippe gab ihm neben der «Astolab» sogar ein zweites Schiff mit, die «Zèlée» .

Der Stapellauf der «Astrolabe» erfolgte am 9. Juli 1814. Das Schiff war 31,57 Meter lang und 18,48 Meter breit. Die Verdrängung betrug 380 Tonnen. Das Schiff war im Besitz der französischen Marine.

Am 7. September 1837 stachen die beiden Schiffe in See. Sie segelten in den Südatlantik, um die Magellanstrasse, dann weiter nach Süden in die Antarktis und erreichte mit 63° südlicher Breite den südlichsten Punkt. Die Fahrt zum Südpol verlief nicht sehr glücklich. Die schlechte Ausrüstung, Eis, Nebel und Schnee hinderten sie daran noch weiter vorzudringen. Dumont d’Urville brachte wertvolle Daten nach Frankreich zurück und die Erkenntnis, einen Kontinent entdeckt zu haben. Leider war dies auf Kosten des Ausbruchs von Skorbut, der 22 seiner 183 Männer auf beiden Schiffen dahinraffte.

Dumont d’Urville stand neben der «Astrolabe» mit der «Zèlée» sogar ein zweites Schiff zur Verfügung.

Dumont d’Urville segelte darauf nach Chile, um Nachschub zu holen und damit auch den verbliebenen Männern die Chance zu geben, sich zu erholen, dabei desertierten viele Besatzungsmitglieder. Von Chile segelte er über den Pazifik, den Besuch der Marquesas, Tahiti, Samoa, Tonga, Fidschi, die Salomonen, die Karolinen und Neuguinea. Weiter ging es um Indonesien und Südostasien und entlang der Westküste von Australien nach Hobart in Tasmanien.

Am 19. Januar 1840 wurde Land gesichtet und Dumont d’Urville nannte es «Terre Adelie», nach seiner Frau Adèle Dorothée.

Als der Sommer zurückkehrte, beschloss Dumont d’Urville einen weiteren Vorstoss in die Antarktis zu wagen. Unter anderem in der Hoffnung den magnetischen Südpol, der im unentdeckten Bereich zwischen dem 120. und dem 160. Längengrad vermutet wurde, zu finden. Diesmal verlief die Fahrt glücklicher. Am 19. Januar 1840 wurde Land gesichtet und Dumont d’Urville nannte es «Terre Adelie», nach seiner Frau Adèle Dorothée. Hier steht auch die im Jahr 1956 errichtete, nach seinem Namen genannte französische Forschungsstation.

Die Dumont-d’Urville-Station ist eine französische wissenschaftliche Station auf der Pétrel-Insel in Adélieland. Sie ist nach dem Forscher Jules Dumont d’Urville benannt. Im Winter bietet die Station Platz für 30 Wissenschaftler, im Sommer für 120.

Mit Gesteinsproben konnte er beweisen, dass er sich auf einem eigenständigen Kontinent befand. Er hisste die französische Flagge und markierte so für Frankreich, dass Terre Adelie in der Antarktis für Frankreich strategisch und politisch eine bedeutende Errungenschaft war.

Die Rückkehr führte ihn über Neuguinea und St. Helena im Atlantik. Am 6. November 1840 erreichten die beiden Schiffe nach drei Jahren und zwei Monaten wieder den Heimathafen Toulon. D’Urville wurde zum Konteradmiral befördert, und die Geografische Gesellschaft verlieh ihm ihre höchste Auszeichnung.

Quelle: Antarktis.ch