Nunavut erhebt Gebühren von Touristen | Polarjournal
Die «Roald Amundsen»seit Juli 2019 in Betrieb besuchte Nunavut im Sommer 2019 und wird 2020 bei der geplanten Nord-West- Passage wieder einige Anlandungen in Nunavut machen. (Bild: Eye on the Arctic)

Das Kreuzfahrtschiff MS «Roald Amundsen» von Hurtigruten ist eines der 13 Schiffe, die in diesem Jahr Gemeinden in Nunavut, in der östlichen Arktis Kanadas besuchten. Die Inuit-Organisation in der Baffin Region möchte jetzt Gebühren für Tourismusbetreiber für Besuche erheben.

Neu sollen Gebühren für Besucher der Baffin-Island Region erhoben werden. Auf der Suche nach Möglichkeiten, wie die Gemeinden am Tourismus-Boom profitieren können.

Der Anstieg des Tourismus in Nunavut hat dies veranlasst. Die Gebühren gelten ab sofort sowohl für Reiseveranstalter als auch für unabhängige Reisende. „Die Inuit in den Qikiqtani-Gemeinden sind besorgt über den Anstieg der kommerziellen Tourismusaktivitäten in der Region“, sagte P.J. Akeeagok, Präsident der Qikiqtani Inuit Association (QIA. Die Qikiqtani-Region bezieht sich auf die Baffin-Region von Nunavut, Kanadas östlichem Arktis-Territorium. In der Region leben ca. 19.000 Menschen. 78 Prozent der Bevölkerung sind Inuit.

QIA-Gebührentabelle

Flugzeuglandung auf Inuit-Land: 150 USD / Landung

Hubschrauberlandung auf Inuit-Land: 100 USD / Landung

Gebühr für Camping auf Inuit-Land: 50 USD / Tag pro Person

Gebühr für Besuche von weniger als 6 Stunden: 25 USD / Tag pro Person

Mit Ausnahme des Schiffs «Crystal Serenity» aus dem Jahr 2017 mit mehr als 1.000 Passagieren zählt die Mehrheit der anlandenden Schiffe 150 bis 250 Passagiere.

Kreuzfahrtunternehmen die Nunavut anlaufen zahlen bereits 75 USD pro Passagier, wenn sie Gemeinden besuchen, die von lokalen Reiseführern über lokale Gepäckhändler bis hin zu kulturellen Aktivitäten alles abdecken können.

Laut QIA wird die Region Baffin durch die neuen Gebühren dazu beitragen, das Geld in die Tasche der Einheimischen fliesst.

Die Hunters and Trappers Organization HTO von Nunavut unterstützen auch lokale Jäger, sodass sie sich in ihren Gemeinden mit regulatorischen Fragen befassen und in wirtschaftliche Fragen involviert sind.

Joanna Awa, sagte Eye on the Arctic in einem Telefoninterview. „Jäger- und Fallenstellerorganisationen sind die Augen und Ohren der Meeresgebiete ihrer Gemeinde und der Tierwelt. Sie haben einen großen Anteil an einem gesunden Ökosystem.“

Joanna Awa lebte die ersten zehn Jahren in Igloolik. Im Jahr 1972 übersiedelte sie nach Pond Inlet. Besuchte die High School in Iqaluit. In der Zwischenzeit hat sie 20 Jahre Sendeerfahrung mit CBC. Derzeit arbeitet Joanna be Qikiqtani Inuit Association als Implementation Coordinator. (Bild: Eye on the Arctic)

Kreuzfahrtsaison: Ende Juli bis Ende September

Kreuzfahrtpassagiere 2019: 4.600

Kreuzfahrt Schiffe im Jahr 2019: 13

Anzahl der Fahrten im Jahr 2019: 23

Laut Joanna Awa hat QIA mit dem Tourismus keine Probleme. „Mir ist klar, dass es zusätzliche Kosten für die Tourismusbetreiber bedeuten würde, und wir verstehen das. Ich glaube aber nicht, dass es bedeutende Mehrkosten sind, wenn man sich den Reisepreis der Reedereien ansieht. Dies ist erst der Beginn der QIA-Bemühungen, unsere Vorteile zu verbessern. Der Tourismus ist im Sommer sehr intensiv. Es ist eine kurze Saison. QIA sucht nach Möglichkeiten, wie wir den Gemeinden helfen und von Aktivitäten profitieren können, die weit außerhalb ihrer Kontrolle liegen“, sagte sie.

Quelle: Eye on the Arctic

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