Neuer Minister gewährt Gazprom große Bohrflächen | Polarjournal
Ein Tanker holt Öl am Terminal „Arctic Gate“ von Gazprom Neft im Golf von Ob ab. (Bild: Gazprom Neft)

Drei Tage nach seiner Ernennung zum neuen russischen Ministerpräsidenten erteilte Mikhail Mishustin Gazprom Neft das Recht, das Öl- und Gasfeld Khambateyskoye in Jamal zu erschließen.Die Ölgesellschaft wird für die Produktionslizenzen rund 2 Milliarden Rubel bezahlen, teilt die Regierung mit.

Mikhail Mishustin ist Russlands neuer Premierminister. (Foto: Kremlin.ru)

Das Feld befindet sich teilweise an Land, teilweise vor der Küste im Golf von Ob. Gazprom Neft kontrolliert zuvor mehrere nahe gelegene Lizenzen, und die Produktion des nur wenige Kilometer südlich des Gebiets Khambateyskoye gelegenen Projekts Novy Port läuft auf Hochtouren. Die neuen Ressourcen in der Region könnten letztendlich an eine geplante Erdgasleitung angeschlossen werden, die sich über den Golf von Ob nach Osten erstrecken soll. Die neue Infrastruktur soll bis zu 75 Milliarden Rubel (1.1 Milliarden Euro) kosten.

An Land gibt es riesige Lagerstätten für die Zwischenlagerung, bevor das Oel auf Tankschiffe verladen wird. (Bild: Gazprom Neft)

Die Jamal-Halbinsel ist für Gazprom Neft ein vorrangiges Gebiet. Die Produktion im Hafen von Novy Port wurde im Jahr 2014 aufgenommen. Das Volumen, das über das Arctic Gate-Terminal des Projekts verarbeitet wird, kann bis zu 8,5 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen.

Weitere Dekrete, Gesetze und Vorschriften zur Entwicklung der Arktis warten bald auf die Unterzeichnung des neuen Premierministers Mishustin. Darunter befindet sich ein neues Gesetz über die Arktis, das im ersten Quartal des Jahres verabschiedet werden soll. In diesem Dokument wird auch die Erdöl- und Erdgasförderung als Eckpfeiler der Entwicklungen genannt. Die neue Gesetzgebung soll der Öl-, Gas- und Petrochemie-Industrie bedeutende Steuersenkungen bei neuen Arktisprojekten ermöglichen.

Quelle: The Moscow Times

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