HAPPY BIRTHDAY, PolarJournal! | Polarjournal
Wie es sich gehört, wird der erste Geburtstag von PolarJournal mit einem Kuchen und Champagner gefeiert. Das erste Jahr war auch bereits ein spannendes und ereignisreiches Jahr. Viele weitere sollen noch folgen. Bild: Michael Wenger

Polare Regionen sind schon seit jeher faszinierend und spannend gewesen, aber auch fern und schwer zu erreichen. Heutzutage scheinen die Arktis und Antarktis zwar näher dank modernen Fortbewegungs- und Kommunikationsmitteln, doch für viele sind sie immer noch ein eher abstraktes Terrain. Ungezähmte Natur, wilde Tiere und Eis prägen das Bild, das auch heute noch viele Menschen in ihren Köpfen tragen. Deswegen wurde PolarJournal vor einem Jahr offiziell gegründet: Um zu zeigen, dass in den polaren Regionen viel mehr geschieht, als nur Eisberge, die abbrechen oder Pinguine, die brüten.

Zwar ist die Idee, Neuigkeiten aus den kalten Zonen der Erde mit einem interessierten Publikum zu teilen, nicht neu. Das waren sich Heiner und Rosamaria Kubny, Michael Wenger und Christian Hug Anfang Juli 2019 durchaus bewusst. Schliesslich hatten sie schon seit Jahren zusammen eine Reiseplattform betrieben, die auch News zwischendurch verbreitete.

«Ich verstehe PolarJournal als eine sehr lebendige Plattform»

Julia Hager, PolarJournal

Doch PolarJournal sollte anders werden: tagtäglich Neuigkeiten aus allen Bereichen des Lebens aus der Arktis und Antarktis veröffentlichen; Hintergründe beleuchten von Schlagzeilen, die in anderen Medien auch erscheinen; ein Medium schaffen, dass nicht reisserisch daherkommt, sondern sachlich und trotzdem spannend und so interessierten Menschen Informationen liefert. Dazu meint das neueste Mitglied bei PolarJournal, Julia Hager: «Ich verstehe PolarJournal als eine sehr lebendige Plattform, die mit ihrer Vermittlung von Wissen und Erfahrungen die Arktis und Antarktis nah zu uns heranholt, quasi greifbar macht für alle Altersgruppen – ganz gleich, ob das Interesse, die Begeisterung möglicherweise in eine Reise mündet oder Erinnerungen weckt oder als persönliche Bereicherung empfunden wird auch ohne eigene Anschauung.» Deswegen wurde am 11. Juli 2019 offiziell PolarJournal aus der Taufe gehoben.

Am 11. Juli 2019 wurde die Firma PolarJournal offiziell gegründet. Mitdabei waren neben den eigentliche Firmenmitglieder auch die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates. Bild: Michael Wenger

Wie bei allen Projekten war auch bei PolarJournal natürlich nicht nur eine Idee zu haben ausreichend, sondern auch die nötigen Mittel. Glücklicherweise bot sich ein Investor an, die Initialzündung zu gewährleisten und damit den Start zu ermöglichen. «Wir sind sehr froh, dass unsere Idee auch von einem Investor als förderungswürdig betrachtet worden ist», freut sich Heiner Kubny. «Denn ohne diese Investition wäre PolarJournal wohl nicht das geworden, was wir uns vorgestellt hatten.» Bald schon waren Webseite und Beiträge online und die Social Media-Kanäle offen. «Wir verbringen die meiste Zeit damit, die unterschiedlichsten Kanäle nach Neuigkeiten und Informationen zu durchforsten, suchen zusätzliches Material und checken auch, ob diese News tatsächlich den Tatsachen entsprechen», erklärt Michael Wenger. «Daneben verbringen wir auch viel Zeit damit, auf den Social Media-Kanälen mit den unterschiedlichsten Leuten uns auszutauschen. Nicht nur mit interessierten Lesern, sondern auch mit Kollegen, Guides, Interessenvertreter und Menschen, die direkt in den Regionen leben.»

«Wir glauben, dass unsere Seite ein wichtiges und interessendes Portal für Polaraffine Leser ist.»

Heiner und Rosmaria Kubny, PolarJournal

Die Interaktion mit den Leuten ist auch wichtig, denn immer wieder zeigt sich, dass Erklärungen oder Diskussionen bei einzelnen Themen gefragt sind. Teilweise auch kontrovers geführt, sind sie aber ein wichtiger Teil der Informationskultur von PolarJournal. «Das ist für mich einer der wichtigsten Aspekte von PolarJournal: zu erleben, wie die Leute unsere Informationen für die Meinungsbildung verwenden,» sagt Michael Wenger. Auch Heiner und Rosamaria finden, dass PolarJournal ein grosses Interesse geweckt hat und die Leute anspricht: «Wir glauben, dass unsere Seite ein wichtiges und interessendes Portal für Polaraffine Leser ist. Eigentlich bestätigen uns die stetig steigende Leserschaft unserer Website», meinen beide.

Eine der Höhepunkte des vergangenen Jahres war die Teilnahme und Berichterstattung vom Arctic Circle Meeting in Reykjavik. Dort treffen sich jährlich fast alle Interessenvertreter für arktische Belange. Darunter auch hochkarätige Politiker wie der ehemalige US-Aussenminister John Kerry. Bild: Arctic Circle

Das erste Jahr war auch sehr spannend und mit einigen Höhepunkten gespickt. Zum einen war da die Teilnahme am Arctic Circle Meeting 2019 in Reykjavik, wo sich die wichtigsten Interessenvertreter für arktische Belange trafen und einen Einblick in die wichtigen Themen lieferten. Auch die Einladung an die Jahreshauptversammlung des Austrian Polar Research Institutes zählte zu den Highlights, wo Michael Wenger PolarJournal als Kommunikationsplattform vorstellen durfte. Unvergessen bleibt auch die Reise in die Ostantarktis auf den Spuren des ersten Schweizers, Xavier Mertz und die Möglichkeit, direkt von dort unten zu berichten.

«Wir waren ziemlich überrascht, wie schnell einige Firmen sich bei uns gemeldet hatten»

Heiner Kubny, PolarJournal

Aber auch strukturell entwickelte sich die Plattform rasant weiter, nicht zuletzt dank der Tatsache, dass auch einige Firmen das Potential von PolarJournal erkannten und Partnerschaften eingingen. «Wir waren ziemlich überrascht, wie schnell einige Firmen sich bei uns gemeldet hatten», sagt Heiner Kubny. Auch im Ausland wurde man rasch auf die Plattform aufmerksam. Daher wurde beschlossen, die Artikel auch in Englisch zu veröffentlichen. «Es ist etwas ironisch, aber dank COVID-19-Massnahmen hatten wir die Zeit, diesen Schritt umzusetzen,» erklärt Michael Wenger. Seit Mitte Mai sind die Artikel auch in Englisch verfügbar. «Natürlich möchten wir die Leserschaft steigern und die Website neben deutsch und englisch noch in französischer Sprache präsentieren, meint Heiner Kubny. «Das ist eines der Ziele, die wir für unsere junge Plattform für das kommende Jahr anstreben.»

Das Team wurde dank dem Zuzug von Julia Hager um ein weiteres sympathisches Gesicht erweitert. Alle vier sind den Polarregionen verfallen und möchten dazu beitragen, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein um die Bedeutung und die Vielfalt der Arktis und Antarktis noch steigt. Bild: PolarJournal

«Ich wünsche mir, dass PolarJournal die Menschen noch mehr dazu anregt, die Polarregionen als das anzusehen, was sie wirklich sind: Ein vielfältiger, spannender und zerbrechlicher Lebensraum, der mehr bietet als Eis, Schnee und Tiere.»

Michael Wenger, PolarJournal

Nicht alles war nur ein Spaziergang auf dem bisherigen Weg. Vor allem die gegenwärtige COVID-19-Krise hat auch die Plattform getroffen. Einige Pläne, die noch anstanden, mussten aus wirtschaftlichen Gründen zurück- oder eingestellt werden. Dazu zählte auch das Magazin. «Wir waren zutiefst traurig, als wir den Entschluss fassen mussten, das Magazin auf Eis zu legen», meint Rosamaria Kubny. «Aber andererseits entstanden Ideen für Alternativen, die wir jetzt weiterentwickeln,» fügt Michael Wenger an. Auf die Frage, was sich das Team für PolarJournal im kommenden Jahr wünscht, meinen Heiner und Rosamaria augenzwinkernd: «Dass wir die Nummer eins werden. Und, wenn es die Lage wieder zulässt eine Reise in die Arktis oder Antarktis zu unternehmen.» Auch Julia hat klare Vorstellungen für das kommende Jahr: «Zuerst wünsche ich mir natürlich, dass wir von PolarJournal auch im kommenden Jahr mit unseren Artikeln zeitnah und aktuell immer mehr interessierte Leser erreichen, die ihre Begeisterung weitergeben. Mit engagierten Artikeln zu vielfältigen Themen etwas bewegen zu können, sehe ich als Anliegen von PolarJournal.» Und Michael Wenger gibt auf dieselbe Frage an: «Ich wünsche mir, dass PolarJournal die Menschen noch mehr dazu anregt, die Polarregionen als das anzusehen, was sie wirklich sind: Ein vielfältiger, spannender und zerbrechlicher Lebensraum, der mehr bietet als Eis, Schnee und Tiere.»

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