Norilsk Nickel – nicht schon wieder! | Polarjournal

Moderne Technik sieht anders aus.

Im hohen Norden Russlands gibt es schon wieder einen Zwischenfall. In der Industrieregion Norilsk in der Nähe des Nordpolarmeeres sind zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit große Mengen Treibstoff in die Umwelt gelangt. Der Unfall ereignete sich beim Pumpen von Kraftstoff aus einem Lastkahn in ein Tanklager.

Der Schaden wird begutachtet.

Norilsktransgaz, eine Tochtergesellschaft von Norilsk Nickel bestätigte den Vorfall. Laut Interfax ereignete sich der Zwischenfall infolge eines Rohrbruches während des Pumpens von Flugbenzin von einem Lastkahn zum Öllager. Nach Angaben des Pressedienstes des Unternehmens ereignete sich die Leckage am 12. Juli um 11:15 Uhr. Vermutlich erfolgte der Zwischenfall in der Mitte der vier Kilometer langen Anlage der Norilsktransgaz-Pipeline, durch die Kraftstoffe vom Liegeplatz des Schiffes zum Tank gepumpt wurde. Es dauerte 15 Minuten bis der Druckabfall in der Leitung entdeckt wurde.

Bis zu 44,5 Tonnen des Schadstoffes gelangte so in der Nähe des Taimyr-Dorfes Tukhard in die Umwelt. Das Dorf liegt in der Nähe von Big Kheta, einem Nebenfluss des Jenisseis, der in den Arktischen Ozean mündet. Nach ersten Informationen soll jedoch das ausgelaufene Kerosin den lokalen Fluss nicht erreicht haben, dies meldeten verschiedene Quellen der Nachrichtenagentur.

Ausgelaufener Treibstoff erreiche aber einen kleinen 6’000 m² grossen See. Das Kerosin wurde abgepumpt und eine Ölsperre eingerichtet um eine weitere Verbreitung zu unterbinden.

Die Hilfstrupps der MMC Norilsk Nickel und des Murmansk Marine Rescue waren schnell zur Stelle um eine Ausweitung zu unterbinden.

Vertreter von Norilsktransgaz begannen die Verschüttung selbst zu beseitigen und glauben, dass eine große Katastrophe vermieden wurde. Das Unternehmen führt im Zusammenhang mit dem Vorfall eine interne Untersuchung durch und hat Informationen an das Notfallministerium gesendet.

Die Ermittlungsbehörden eröffneten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Umweltschutzbestimmungen.

Heiner Kubny, PolarJournal

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