40 Jahre Alfred-Wegener-Institut | Polarjournal
Nachtaufnahme des Hauptgebäudes des Allfred-Wegener-Institutes in Bremerhaven. (Foto: Wolfgang Cohrs)

Am 15. Juli 2020 feiert das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), sein 40-jähriges Bestehen. Mit seiner innovativen Wissenschaft und exzellenten Forschungs-Infrastruktur hat sich das AWI zu einem der weltweit führenden und international anerkannten Zentren für Klimaforschung in beiden Polarregionen und den Meeren entwickelt.

Blick auf die «Neumayer-Station III» in der Antarktis. (Foto: Esther Horvath)

Gegründet wurde das AWI am 15. Juli 1980 als Stiftung des öffentlichen Rechts «Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung». Hintergrund dafür war die geostrategische Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland den internationalen Antarktisvertrag von 1959 im Jahr 1979 zu unterzeichnen. Zwei Jahre später erlangte sie den dazu notwendigen Konsultativstatus in der Gemeinschaft der Antarktis-Vertragsstaaten. Voraussetzung dafür waren dauerhafte, ganzjährige Forschungsaktivitäten in der Antarktis, sodass weitere Meilensteine des Instituts folgten. Am 3. März 1981 wurde die «Georg-von-Neumayer-Station» in der Antarktis eingeweiht. Nur ein Jahr später wurde auch der Forschungs-Eisbrecher «Polarstern» in Dienst gestellt. 

Im Februar 1982 ist die «Polarstern» rohbaufertig und wird zur Ausrüstung nach Rendsburg überführt. (Foto: Klaus von Bröckel)

Erweiterung des Forschungsspektrums 

1986 schloss sich das AWI mit dem «Institut für Meeresforschung» in Bremerhaven zusammen, erweiterte seine Arbeitsschwerpunkte um ergänzende Untersuchungen in anderen Meeresgebieten und änderte seinen Namen in «Alfred-Wegener-Institut» für Polar- und Meeresforschung. 1992 wurde mit der Außenstelle in Potsdam die Polarforschung der ehemaligen DDR integriert, wodurch das AWI unter anderem Kompetenzen in der terrestrischen Polarforschung erhielt. 1998 wurden die Biologische Anstalt Helgoland (BAH) sowie die Wattenmeer-Station Sylt in die Stiftung aufgenommen. Deren langjähriges Know-how in der Küstenforschung ergänzen das Forschungsprofil des AWI hervorragend. 2017 hat das «Helmholtz-Institut» für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) als bisher neusten Standort in Oldenburg das Forschungsinstitut erweitert. 

Die alte «Georg-von-Neumayer Station» wurde am 3. März 1981 eingeweiht. Die erste AWI-Antarktis Station wurde unter dem Eis aufgebaut. (Foto: Eberhard Kohlberg)

„Das Alfred-Wegener-Institut kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass das Institut auch in den kommenden Jahren in Wissenschaft und Infrastruktur stets vorbildlich aufgestellt sein wird. Denn die AWI-Forschung liefert wesentliche Informationen und Erkenntnisse für die Zivilgesellschaft, der wir zutiefst verpflichtet sind“, sagt AWI-Verwaltungsdirektor Dr. Karsten Wurr.

Heiner Kubny, PolarJournal via Pressemitteilung AWI

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