Falkland – wie weiter mit dem Tourismus | Polarjournal
Die Falklandinseln sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 395 km östlich von Südargentinien. Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet. (Foto: Heiner Kubny)

Die derzeitigen Reisebeschränkungen für die Falklands werden aufgehoben, aber die weltweite Reise- und Tourismusnachfrage bleibt weitgehend gedämpft. Die Besucherzahlen auf den Falklandinseln sind um bis zu 80% gesunken.

Stanley, die Hauptstadt der Falklands, ist eine Top-Destination für Kreuzfahrt-Touristen aus aller Welt. Schiffe unterwegs nach South Georgia und zur Antarktis besuchen meisst die Inselgruppe im südlichen Atlantik. (Foto: Heiner Kubny)

Die Unterstützung des Tourismussektors der Falklandinseln angesichts des Covid-19 war ein Thema, mit dem sich die gesetzgebende Versammlung eingehend befasste. Roger Spink, Mitglied der Legislativversammlung, stellte folgende Fragen an Mark Pollard, ebenfalls Mitglied der Versammlung:

– Welche Arbeiten wurden bisher unternommen, um den voraussichtlichen Bedarf einzuschätzen?

– Welche weiteren Arbeiten und Informationen sind erforderlich?

– Das Verfahren und der Zeitplan für die Entscheidung darüber, wie eine als wesentlich erachtete Unterstützung geleistet wird?

Mark Pollard begann mit der Feststellung, dass die Regierung die Bedeutung des Tourismussektors für die Falklandinseln anerkenne und sich der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Zahl der Touristenbesuche auf der ganzen Welt sehr wohl bewusst sei. (Foto: Falkland Islands Government)

Pollard sagte: „Vor diesem Hintergrund und während wir uns auf den kommenden Sommer vorbereiten hat die Regierung daran gearbeitet das mögliche Ausmass der Auswirkungen der Pandemie auf die Tourismusindustrie der Falklandinseln zu verstehen. Auch wurde erörtert wie denjenigen am besten geholfen werden kann, deren Lebensunterhalt vom Tourismus abhängt. Die Auswirkungen der Pandemie umfasst nicht nur den Kreuzfahrt-Tourismus, sondern auch den Land-Tourismus. Die Auswirkungen der Pandemie werde nicht nur auf die Unternehmen in Stanley und deren Personal, sondern auch auf den Inseln von Bedeutung sein“.

Zwei Drittel der rund 3.000 Einwohner wohnen in der Hauptstadt Stanley. Die bewohnten Inseln werden mit Schiff und Flugzeug versorgt. Touristen können in den Lodges Zimmer buchen, wie hier auf Sea Lion Island. (Foto: Heiner Kubny)

Mark Pollard schloss: „Die Regierung berücksichtigt auch in vollem Umfang die Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit allen Entscheidungen, die in Bezug auf Touristenbesuche getroffen werden können. Diese Szenarien, welche aufzeichnen, was sich in den nächsten zwölf Monaten entwickeln könnte, seien unter Berücksichtigung von zwei Hauptvariablen entwickelt worden:

Szenario 1: Unabhängig davon, was mit der weltweiten touristischen Nachfrage geschieht, würde Besuchern die Einreise auf die Falklandinseln nicht gestattet, so dass die Touristenankünfte gleich Null sind.

Szenario 2: Die derzeitigen Reisebeschränkungen wurden aufgehoben, aber die globalen Reiseströme und die touristische Nachfrage blieben weitgehend gedämpft, da die Besucherzahlen auf den Falklandinseln um bis zu 80% zurückgingen.

Diese Szenarien wurden mit dem Falkland Islands Tourist Board und der Falkland Islands Tourism Association geteilt und diskutiert, die ihrerseits ebenfalls Informationen über die Perspektiven der Unternehmen im Tourismussektor an die Regierung weitergegeben hatten.

Die Tierwelt auf den Falklands ist überwältigend. Viele Besucher erfreuen sich der Eselpinguine auf Sea Lion Island.(Foto: Heiner Kubny)

Wie kann dem Tourismus geholfen werden

„Das Ministerium für Politik und wirtschaftliche Entwicklung arbeite nun daran, zu bestimmen, wie Unternehmen im Tourismussektor im Laufe der kommenden Sommersaison am besten geholfen werden könne, sollten sich diese Szenarien entfalten“, sagte Mark Pollard.

Die Abteilung untersucht auch die potenziellen Kosten und Vorteile zusätzlicher branchenweiter Maßnahmen und Initiativen, die dazu beitragen könnten, den Tourismussektor für die Zukunft am besten zu positionieren.

Heiner Kubny, PolarJournal

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