Nordwest-Territories – Hilfe für Tourismus | Polarjournal

UPDATE: Katrina Nokleby, die Ministerin für Infrastruktur, Industrie, Tourismus und Investment in den kanadischen Nordwest Territorien wurde von ihrem Posten enthoben und wird sich einer Vertrauensabstimmung im Parlament stellen müssen. Der Ministerin wurde von der Premierministerin des Territoriums, Caroline Cochrane, ohne Nennung von Gründen, das Vertrauen bereits entzogen, wie CBC News berichtet. Gemäss dem Bericht hätten „intensive Kritik von indigenen Vetretern und Tourimusvetretern“ zur Entscheidung der Premierministerin beigetragen.

Katrina Nokleby, Ministerin für Industrie, Tourismus und Investitionen. (Foto: KATERINANOKLEBY.com)

Das N.W.T. Department of Industry, Tourism and Investment (ITI) hat in Zusammenarbeit mit der kanadischen Agentur für wirtschaftliche Entwicklung im Norden Kanadas (Canadian Northern Economic Development Agency CanNor) ein Finanzierungsprogramm gestartet. Dabei soll der Tourismusbranche in den Nordwest-Territorien geholfen werden, sich von den Auswirkungen von COVID-19 zu erholen.

Die Nordwest-Territorien (rot) sind neben Yukon und Nunavut ein Gebiet in Kanada. Diese drei den Norden des Staates Kanada bildenden Territorien sind im Gegensatz zu den Provinzen im Süden der kanadischen Bundesregierung direkt unterstellt. Hauptstadt der Nordwest-Territorien ist Yellowknife. (Foto: Heiner Kubny/Google)

Die ITI-Regionalbüros werden Anträge für den GRIT-Fonds (Growth and Recovery) annehmen. ITI und CanNor bringen je 750.000 USD ein. Dies ist ein einmaliges Programm in Höhe von 1,5 Mio. USD, das zu gleichen Teilen von ITI und CanNor angeboten wird. ITI wird das Programm im Namen beider Organisationen betreuen.

Ziel des GRIT-Fonds ist es, die Auswirkungen von COVID-19 auf Tourismusunternehmen zu beheben, indem die Produktentwicklung und das Marketing gefördert und demzufolge eine Minderung der Betriebskosten beigetragen wird. Auf diese Weise können Tourismusunternehmen bereit sein, noch größere Dienstleistungen anzubieten, wenn die Reisebeschränkungen nachlassen und die Besucher wieder zurückkehren. Tourismusunternehmen müssen 10 Prozent Eigenkapital einbringen und N.W.T-Lieferanten berücksichtigen, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Die Projekte müssen bis zum 31. März 2021 abgeschlossen sein.

Die Northwest Territories sind bekannt für spektakuläre Polarlichter. (Foto: Northwest Territories Tourism)

Zu den in Frage kommenden Unternehmen gehören solche, die „zu einem erheblichen Teil ihres Einkommens mit dem Tourismus erzielen“. Dazu gehören: „Tourismus-Dienstleistungen, touristische Aktivitäten, Unterkünfte, Restaurants und Betreuung für Besucher, die auf Reisen sind“.

Bis zu 75.000 Dollar pro Antragsteller stehen für die Entwicklung neuer Tourismusprodukte und Innovationen zur Verfügung; bis zu 10.000 Dollar pro Antragsteller stehen für lokales Marketing zur Verfügung; und bis zu 5.000 Dollar pro Antragsteller stehen für bestimmte Betriebs- und Instandhaltungskosten im Zusammenhang mit Tourismusunternehmen zur Verfügung.

Heiner Kubny, PolarJournal

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