Grönland – Versorgungsschiff im Eis gefangen | Polarjournal
Das grönländische Versorgungsschiff «Malik Arctica» wurde im Jahr 2017 an die Reederei Royal Arctic Line ausgeliefert. Das unter dänischer Flagge fahrende Schiff wurde bei Remontowa Shipbuilding S.A. im polnischen Gdansk gebaut. (Foto: Royal Arctic Line)

Während im Euro-Asiatischen Teil des arktischen Ozeans bis zum 85. Breitengrad kein Eis mehr vorhanden ist, kämpfte ein grönländisches Versorgungsschiff mit Eis. Die «Malik Arctica» steckte vor der ostgrönländischen Gemeinde Ittoqqortoormiit zwei Tage im Eis fest. Laut Royal Arctic Line wird derzeit daran gearbeitet, die Wintervorräte in den nächsten Tagen an Land zu bringen.


Auf der Ostseite von Grönland zieht sich das Eis an der Küste entlang bis zum Eingang des Scoresbysund bei Ittoqqortoormiit. (schwarzer Punkt im gelben Feld). Während im russischen Teil der Arktis bis zum 85. Breitengrad kein Eis mehr vorhanden ist, war beim 70. Breitengrad für die «Malik Arctica) während zwei Tagen kein Durchkommen. (Karte: Heiner Kubny / Norwegian Meteorogical Institute)

Das Schiff der Royal Arctic Line, die «Malik Arctica», steckte seit dem 7. Oktober vor der ostgrönländischen Gemeinde Ittoqqortoormiit im Eis fest. Dies wurde von der Reederei auf Facebook mitgeteilt. Die Reederei Royal Arctic Line, das dänische Arctic Command und DMI Ice Service arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass die Wintervorräte innerhalb der nächsten Tage an Land gebracht werden, schreibt die Reederei. Nach Angaben der Reederei waren Anstrengungen unternommen worden, um das Schiff vom Eis zu befreien, aber die Bedingungen waren eine Herausforderung. Die Situation wird von allen Parteien genau überwacht, um die Winterversorgung des Gebiets sicherzustellen, schreibt die Reederei.

Ittoqqortoormiit ist der mit Abstand entlegenste Ort Grönlands. Die Einwohnerzahl stieg bis 2006 auf 539 Einwohner an, geht aber seitdem stark zurück. In den letzten Jahren hat der Ort über ein Drittel ihrer Einwohner verloren. Im Jahr 2020 wurden noch 345 Einwohner gezählt. (Foto: Heiner Kubny)

Keine Gefahr für die Besatzung

Das Schiff ist nun wieder frei und es bestand keine unmittelbare Gefahr für Schiff und Besatzung. „Wir arbeiten eng mit dem Arctic Command zusammen, um Ausrüstung für das Gebiet zu sichern und die Sicherheit zu erhöhen, falls dies erforderlich werden sollte“, schreibt Royal Arctic Line. Das Unternehmen konzentriert sich nun darauf, die Winterlieferungen für Ittoqqortoormiit an Land zu bringen

Heiner Kubny, PolarJournal

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