«Schweizer» Expeditionsschiff ab 2021 unterwegs | Polarjournal
Ab dem Frühjahr 2021 wird die «SEAVENTURE» in europäischen Gewässern unterwegs sein. (Foto: VIVA Cruises)

Die Muttergesellschaft von VIVA Cruises, die Scylla Gruppe mit Sitz in Baar (Schweiz), übernimmt das Expeditionsschiff MS «SEAVENTURE» bereits am 01. November 2020. Ab dem Frühjahr 2021 wird das Schiff dann für VIVA Cruises in der Nord- und Ostsee unterwegs sein. Bei der MS «SEAVENTURE» handelt es sich um die ehemalige MS «BREMEN» der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

Nach einem Expeditions-Tag kann in der Club-Bar nochmals auf den vergangenen Tag zurückgeblickt werden. (Foto: VIVA Cruises)

Ursprünglich war geplant, dass das Schiff sein neues „Leben“ als MS „SEAVENTURE“ mit dem US-Anbieter Polar Latitudes ab der Antarktis-Saison 2021/22 starten wird. Da Polar Latitudes aber nur Programme in der Antarktis anbietet und dies auch so beibehalten möchte, musste für die Sommermonate ab 2021 eine Alternative gesucht werden. Dies hat man nun mit VIVA Cruises gefunden. Geplant sind Fahrten ab Bremerhaven in die Nord- und Ostsee.

Der Düsseldorfer Veranstalter VIVA Cruises ist seit 2018 als hauseigener Veranstalter der renommierten Schweizer Reederei Scylla AG auf dem Markt. Die Flotte des jungen Flusskreuzfahrtunternehmens umfasst zehn Schiffe, die mit maximal 176 Gästen an Bord Flüsse innerhalb Europas befahren.

Modern und frisch erscheinen die Kabinen der «SEAVENTURE» nach dem Umbau im Jahr 2019. (Foto: VIVA-Cruises)

Als kleines Vierstern-Expeditionsschiff verfügt die «SEAVENTURE» über 82 Kabinen und Suiten für maximal 164 Gäste. Das Schiff wurde für einzigartige Reiserouten entwickelt und seine Größe ermöglicht dem Schiff in abgelegene Häfen zu fahren. Es können kleinere Flüsse befahren werden und nicht zuletzt ist das kleine Schiff extrem wendig. So kann kurzfristig den Kurs geändert werden, um Tiere und Natur zu beobachten. Zwölf Zodiacs und handverlesene Experten werden jeweils mit dabei sei. Dies ermöglicht es den Gästen, neue Gebiete zu erkunden und die Natur aus nächster Nähe zu betrachten.

Während 25 Jahren schrieb die «Bremen» bei der Hamburger Reederei bei Hapag Lloyd Geschichte. (Foto: Hapag Lloyd)

Das Passagierschiff wurde 1990 bei der zur Mitsubishi Heavy Industries gehörenden Kobe Shipyard & Machinery Works gebaut. Nach der Übergabe am 29. Oktober 1990 wurde das Schiff auf den Namen «Frontier Spirit» getauft. Ab Anfang 1991 wurden einige Antarktis-Kreuzfahrten für Seaquest Cruises unternommen. Das Schiff wurde Ende 1993 für den Betrieb bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten umgebaut und in «Bremen» umgetauft. Nach den ersten drei Jahre im Chartervertrag, wurde die «Bremen» ab April 1996 käuflich erworben und bis zum Verkauf an Scylla AG in Eigenregie bewirtschaftet und betrieben.

Heiner Kubny, PolarJournal

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