Auktion für Förderechte vorbei | Polarjournal
Die Auktion für die Pachtrechte zur Förderung von Erdöl und Erdgas hat nicht die erhofften Dollars eingebracht. Trotzdem feiern die Befürworter das Ganze als Erfolg, während die Gegner von einer schmachvollen Niederlage sprechen. Bild: USFWS

Während in Washington Unruhen rund um das Kapitol durch von Präsident Trump angeheizte Demonstranten ausgebrochen sind, wurde am gleichen Tag die Auktion für die Erdölförderrechte im Arctic National WIldlife Refuge durchgeführt, was etwas in den Hintergrund getreten ist angesichts der Bilder aus der Hauptstadt.

Die Auktion, in deren Verlauf die Pachtrechte zur Förderung von Erdöl und Erdgas in Gebieten des Arctic National Wildlife Refuge, verkauft worden sind, ist vorbei. Von den insgesamt 11 Angeboten gingen deren neun an den einzigen grösseren Bieter, die Alaska -staatliche AIDEA (Alaska Industrial Development and Export Authority), zwei Gebiete gingen an zwei kleine Energiegesellschaften. Statt den erhoffen US$1 Milliarde aus dem Verkauf, kamen lediglich rund US$14 Millionen zusammen. Damit ist der Staat Alaska auch der Inhaber der Förderrechte auf seinem eigenen Gebiet.

Doch die Befürworter der Förderprojekte nennen die Auktion einen grossartigen Erfolg und bahnbrechend für die weitere Zukunft Alaskas und der USA. Dagegen sprechen die Umweltverbände und Vertreter von Ureinwohnerverbänden von einer herben Niederlage für die Trump-Regierung und die Befürworter. Nichts von dem, was versprochen worden war, sei eingetroffen und werde auch nicht eintreffen. Desweiteren haben sie angekündigt, auch weiterhin gegen die Extraktionsprojekte zu kämpfen.

Wie es nun weitergehen wird, wenn der gewählte Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris ihre Ämter antreten werden, ist zurzeit nicht klar. Mit dem Sieg der beiden Senatssitze in Georgia hat sich das Machtverhältnis im Kongress zugunsten des Duos Biden/Harris verschoben. Sicher ist, dass der mittlerweile fast 40 Jahre dauernde Kampf um das grösste arktische Naturschutzgebiet der USA nicht vorbei sein dürfte,

Dr. Michael Wenger, PolarJournal

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