157,4-Karat-Diamant in Kanada ausgegraben | Polarjournal
Kurz vor Weihnachten gab Mountain Province Diamonds Inc. die Bergung eines 157,4 Karat schweren Diamanten in der «Gahcho Kué Diamantenmine» in den Nordwest-Territories bekannt (Foto: Mountain Province Diamonds Inc.)

Ein kleines Stück der Nordwest-Territorien wird bald zum Verkauf angeboten. Ein kanadisches Bergbauunternehmen gibt bekannt, dass es in einer Diamantenmine einen 157,4 Karat schweren Edelstein von außergewöhnlicher Qualität gefunden hat. Es ist nicht der erste große Diamant, der in der Mine gefunden wurde. Im Jahr 2018 wurde ein 95-Karat-Diamant in einer Online-Auktion verkauft.

Die «Gahcho-Kue-Mine» begann 2016 mit der Produktion. Der Standort besteht aus offenen Gruben, einer Verarbeitungsanlage, die Kimberlit-Erz in Rohdiamanten umwandelt, Lagerhallen, einen Flughafen und anderer Infrastrukturen. (Foto: De Beers)

Es ist der größte Diamant in ‘Edelsteinqualität’, der bisher in der «Gahcho Kué-Mine» gefunden wurde. Er soll im ersten Quartal 2021 zum Verkauf angeboten werden. Dies teilte Mountain Province Diamonds Inc. in einer Pressemitteilung mit. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben durch den Verkauf von 956.348 Karat im vierten Quartal 63 Millionen US-Dollar eingenommen.

„Die Diamantenindustrie stand im Jahr 2020 vor enormen Herausforderungen. Daher ist es sehr ermutigend, das Jahr mit einer so starken Verkaufsleistung zu beenden“, sagte Stuart Brown, Präsident der Bergprovinz, in einer Erklärung. Der Umsatz des Unternehmens im vierten Quartal des Jahres 2020 übertraf die Erwartungen der Analysten.

Wirtschaftlich abbaubare Diamantvorkommen treten meist in Kimberlitgestein auf. Diamanten können mit Röntgensortiersystemen frühzeitig im Prozess aussortiert und vom Gestein getrennt werden.

„Die Preise für Rohdiamanten in den größeren und besseren Qualitäten waren außergewöhnlich und erfreulicherweise sahen wir eine weitere Verbesserung in den kleineren und niedrigeren Qualitäten, von denen wir glauben, dass sie sich im Jahr 2021 weiter verstärken werden.“ meinte Brown weiter.

Die Mine Gahcho Kué wurde während der COVID-19-Pandemie weiter betrieben. In der Mine wurden einige Fälle von COVID-19 festgestellt, die jedoch alle ohne grossen Einfluss blieben. Das gute Resultat ist für den Minenbetreiber Mountain Province ein dringend benötigter Moralschub, in einem schrecklichen Jahr für eine Branche, die bereits vor der Zeit bedrückt war, als COVID-19 die globalen Märkte erreichte.

Die «Gahcho Kué Diamond Mine» befindet sich in der kanadischen Tundra in den Northwest Territories. (Grafik: Heiner Kubny)

Die Mine Liegt etwa 280 Kilometer nordöstlich von Yellowknife. Mountain Province Diamonds besitzt einen 49-prozentigen Anteil an der «Gahcho Kué Diamantenmine», die De Beers Group, grösster Produzent von Diamanten, besitzt den Rest der Mine.

Heiner Kubny, PolarJournal

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