Arktis –Messungen vom Winter-Meereis 2020/21 | Polarjournal
Das arktische Meereis scheint am 21. März 2021 seine maximale Ausdehnung erreicht zu haben und liegt damit auf dem siebten Tiefststand der 43-jährigen Satellitenmessungen. (Bild: NASA)

Am 21. März 2021 erreichte das arktische Meereis mit 14,77 Millionen Quadratkilometern wahrscheinlich seine maximale Ausdehnung für den Winter 2020/21 und erreichte mit 2007 die siebtniedrigste Ausdehnung der Meereisbedeckung der Arktis. Die maximale Ausdehnung in diesem Jahr beträgt 870’000 Quadratkilometer unter dem durchschnittlichen Maximum von 1981 bis 2010 von 15,64 Millionen Quadratkilometern.

Im Jahr 2021 wurde die grösste Meereis-Ausdehnung am 21. März gemessen. 2017, beim Minusrekord wurde der Höchststand 2 Wochen früher gemessen. (Bild: Ice Data Center, Boulder)

Am 7. März 2017 wurde mit 14,41 Millionen Quadratkilometern der Tiefststand seit dem Beginn der Messungen vor 43 Jahren erreicht. Nur einen Bruchteil mehr Eis verzeichnete das Jahr 2018. Mit 14,52 Millionen Quadratkilometer lagen die Jahre 2015 und 2016 auf Platz 3 der Minusliste.

Global Change Observation Mission

Die GCOM-Mission besteht aus zwei Satellitenreihen, zur Beobachtung von Änderungen der Wasserzirkulation und zur Änderung des Klimawandels. Das GCOM-W mit einem Mikrowellenradiometer an Bord überwacht Niederschläge, Dampfmengen, Windgeschwindigkeit über dem Ozean, Meerwassertemperatur, Wasserstand auf Landflächen und Schneehöhen.

GCOM ist ein Projekt zur langfristigen Beobachtung von Veränderungen der Umwelt. Als Teil der Beiträge Japans zu GEOSS (Global Earth Observation System of Systems) wird GCOM 10 bis 15 Jahre lang in Betrieb sein. Am 18. Mai 2012 wurde der erste Satellit GCOM-W1 (Spitzname «Shizuku») gestartet und am 23. Dezember 2017 wurde der zweite Satellit „GCOM-C1“ (Spitzname «Shikisai») in eine Erdumlaufbahn gebracht. (Foto: NASA)

GCOM-W1 überwacht Mikrowellen, die auf natürliche Weise vom Boden, der Meeresoberfläche und der Atmosphäre emittiert werden, und verwendet dabei sechs verschiedene Frequenzbänder von 7 GHz bis 89 GHz. Die Stärke einer natürlichen Mikrowelle wird durch ihre Eigenschaften und Feuchtigkeit bestimmt, einschließlich des Oberflächenzustands und der Temperatur des Materials.

Heiner Kubny, PolarJournal

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