Juri Trutnew will Tourismus in Russlands Fernem Osten fördern | Polarjournal
Juri Trutnew gab im Interview mit Vestiprim.ru zu verstehen, dass der Tourismus im Russischen Fernen Osten gefördert werden soll. Dazu braucht es neue Schiffe und Flugzeuge. (Foto: Vestiprim)

Der Vertreter des Präsidenten der Russischen Föderation im Fernöstlichen Föderationskreis, Juri Trutnew, stellte fest, dass die Werften dank der kürzlich beschlossenen Unterstützungs-Mechanismen einen Entwicklungsimpuls erhalten haben. Es ist notwendig Schiffe für Kreuzfahrten im Fernen Osten auf den örtlichen Werften zu bauen, sagte Juri Trutnew, in einem Interview mit der Fernseh- und Rundfunkgesellschaft Vestiprim in Wladiwostok.

„Wir wollen eine Kreuzfahrtgesellschaft in Fernost gründen und würden gerne mehrere Kreuzfahrtschiffe in lokalen Werften bestellen. So haben wir Möglichkeit die Kurilen, die Kommandeurinseln und die Wrangel-Insel anzulaufen. Wir haben viele wunderbare Gebiete im Fernen Osten, die bis heute fast unmöglich zu erreichen sind“, meinte Yuri Trutnev.

Trutnev möchte damit die örtlichen Werften beleben und den Tourismus fördern. Er nannte die Situation unfair, wenn in Fernost nur ausländische Schiffe verkehren.

Die Bewohner der Bering-Insel freuen sich auf den seltenen Besuch von Touristen. Bald könnten vermehrt Schiffe die einsame Insel anlaufen. (Foto: Heiner Kubny)

Die Verbesserung der Erreichbarkeit der Gebiete und die Entwicklung des Inlandstourismus ist eine der Aufgaben, die Wladimir Putin den Chefs der fernöstlichen Regionen gestellt hat. Im Mai 2020 beauftragte Juri Trutnew die Bundesministerien gemeinsam mit den Gouverneuren, Maßnahmen zu entwickeln, die dazu beitragen sollen, Touristen in den Fernen Osten zu bringen und die lokale Tourismusindustrie nach der Pandemie zu unterstützen.

Nach seiner Meinung sollte der Ferne Osten für Reisen aus zentralen Regionen zugänglich werden. Dafür wurde eine Fluggesellschaft geschaffen, aber die vorhandene Anzahl an Flugzeugen ist zu gering und viele der Maschinen sind bereits veraltet.

Einer der Höhepunkte bei einem Besuch in Russlands Fernem Osten ist die Walross-Kolonie von Kap Vankarem in Tschukotka. (Foto: Heiner Kubny)

„Wir planen eine fast komplette Erneuerung des Fuhrparks. Auch hierfür müssen Mittel aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt werden. Wir haben dieses Thema erst vor kurzem mit Ministerpräsident Michail Wladimirowitsch Mischustin besprochen. Bisher wurde noch keine Entscheidung getroffen, wie dieser Mechanismus genutzt werden soll. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder die vollständige Zuweisung der für den Kauf benötigten Mittel oder die Investitionen über Leasing zu finanzieren. In diesem Fall übernimmt die Regierung die Leasingraten“, so Juri Trutnew weiter.

Bis 2025 soll die fernöstliche Airline nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten doppelt so viele Passagiere und mehrere Destinationen anfliegen als bisher.

Heiner Kubny, PolarJournal

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