Die Zukunft der RRS Discovery ist gesichert. | Polarjournal
Die RRS Discovery liegt am Discovery Point in Dundee und ist für Besucherführungen geöffnet. Die RRS Discovery wurde 1900 in der Stadt gebaut und war das Schiff, das Captain Scott auf seiner ersten Expedition in die Antarktis brachte. (Foto: Dundee Heritage Trust)

Die RRS Discovery war das weltweit erste Schiff, das speziell für die wissenschaftliche Forschung konzipiert wurde und unter dem renommierten Seefahrer und Entdecker Kapitän Robert Falcon Scott die ersten Forschungen in der Antarktis durchführte. In der Zwischenzeit befindet sich das Schiff nun als Museumsschiff am Discovery Point im schottischen Dundee. Hier wurde die RRS Discovery am 21. März 1901 vom Stapel gelassen.

Der Maritime Trust übernahm 1979 die RRS Discovery und rettete sie schließlich vor der Abwrackung. Nach einer 500.000 Pfund teuren Restaurierung wurde sie an ihren Kiellegungsort zurück nach Dundee überstellt und liegt dort zur Besichtigung in Kombination mit einer Landausstellung über die ursprüngliche Antarktis-Expedition.

Auf ihrer ersten Forschungsmission in der Zeit vom 6. August 1901 bis zum 10. September 1904 war das Schiff im Einsatzgebiet eingefroren und musste zwei Jahre vor Ort verbleiben, bis es schließlich durch einige kontrollierte Sprengungen befreit werden und ihre Rückreise antreten konnte. (Foto: Dundee Heritage Trust)

Die Zeit nagte aber am 3-Master weiter, sodass weitere Unterhaltsarbeiten anstanden. Der National Heritage Memorial Fund hat 409.000 £ an den Betreiber des Discovery Point Museum gespendet, damit dringend benötigte Reparaturen an der RRS Discovery durchgeführt werden können.

Um zukünftige Schäden vorzubeugen beauftragte der Trust spezialisierte Betriebe um die Reparaturen zu erledigen. Die Arbeiten wurden mit schätzungsweise 1,3 Millionen Pfund veranschlagt.

Die Finanzierung umfasst die erste Phase, einschließlich der Reparatur von Hölzern, der Aufrüstung von Rungen, um das Eindringen von Regenwasser in den Rumpf zu verhindern und um die Wasserdichtheit des Schiffes zu gewährleisten.

Die ersten Reparaturen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 Monate durchgeführt und das Schiff bleibt während der gesamten Zeit für die Öffentlichkeit zugänglich.

Dr. Simon Cook, Wissenschaftler der University of Dundee, im Schiffslabor der RRS Discovery. (Foto: Andrew Milligan/PA)

Dr. Simon Cook, Senior Lecturer für Umweltveränderungen an der University of Dundee, sagte, dass sowohl die Daten als auch die Proben, die von Scotts Expedition vor mehr als 100 Jahren gesammelt wurden, einen wertvollen langfristigen Kontext für die moderne Klimawissenschaft bieten.

Ausserdem sei zu erwähnen, dass die Beobachtungen und Kartierungen von Meereis von der Discovery, lange vor dem Aufkommen von Satellitenbildern, in Kombination mit Protokollen anderer Expeditionen eine Aufzeichnungsreihe darstellt, die mit dem von heute verglichen werden kann.

Dr. Cook sagte: „Dies bildet für uns ein Fenster zurück in eine Zeit vor über 100 Jahren. Hier liegt der wahre Wert, es gibt nur den langfristigen Zusammenhang.“

Das 120 Jahre alte Schiff muss dringend repariert werden. (Foto: Andrew Milligan/PA)

Ali Gallatly, Betriebsleiter des Dundee Heritage Trust, dankte dem Fonds für das Geld und sagte: „Ohne diese grosszügige Finanzierung könnten wir dies nicht tun. Wir würden das Schiff ohne Unterstützung in eine falsche Richtung weiterfahren sehen. Diese Finanzierung wird es der RRS Discovery ermöglichen, für kommende Generationen hier zu sein.“

Gallatly fügte hinzu: „Wir suchen weiterhin Unterstützung und Finanzierung von Menschen auf der ganzen Welt. Das Schiff ist einzigartig – es ist weltweit das einzige seiner Art, das speziell für die Forschung in den Polargebieten gebaut wurde, und das gilt es zu erhalten.“

Heiner Kubny, PolarJournal

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