Zweites internationales Symposium zu Plastik in der Arktis in Reykjavík | Polarjournal
Vor allem verloren gegangene und entsorgte Netze, Leinen und anderes Material aus der Fischerei hat oft tödliche Folgen für Wildtiere, selbst an Land. Foto: Julia Hager

Das «International Symposium on Plastics in the Arctic and Sub-Arctic Region» geht in die zweite Runde: Reykjavík empfängt heute und morgen, am 22. und 23. November 2023, Forschende, Vertreter indigener und lokaler Gemeinschaften, Stakeholder, Vertreter aus Tourismus und Wirtschaft sowie Entscheidungsträger, die anhand neuester Forschungsergebnisse Lösungswege zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung in der Arktis erörtern werden.

Nach dem erfolgreichen ersten Symposium zu Plastik in der Arktis und Subarktis im März 2021, das wegen der Corona-Pandemie nur online stattfinden konnte, hat die isländische Regierung zu einem erneuten Austausch eingeladen, diesmal in der Harpa, Reykjavíks Konzerthalle und Konferenzzentrum. 

Der Fokus liegt unter anderem auf der Bewertung des derzeitigen Ausmaßes und der Art der Plastikverschmutzung in der Arktis sowie deren Auswirkungen auf die verschiedenen Ökosysteme und arktischen Gemeinschaften. Die Quellen und Transportwege von Plastikmüll, die besonderen Herausforderungen in der arktischen Abfallwirtschaft und die Bekämpfung der Plastikverschmutzung sind ebenfalls Themen, die diskutiert werden. Aufbauend auf der wissenschaftlichen Grundlage des ersten Symposiums, soll das diesjährige nun Informationen und Empfehlungen für Entscheidungsträger bereitstellen. Zudem werden verschiedene Bildungsprojekte zur Sensibilisierung vorgestellt.

Veranstaltungsort für das Symposium ist die beeindruckende Harpa, Reykjavíks Konzerthalle und Konferenzzentrum. Foto: Julia Hager

Dass seit dem ersten Symposium nur zweieinhalb Jahre bis zu seiner Fortsetzung vergangen sind, zeigt, wie dringlich es ist, Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Plastikflut zu definieren und zu ergreifen. Dies gilt vor allem  für die Arktis, die eine Art Endstation für Plastikmüll zu sein scheint. 

Als Partner der Konferenz konnte die isländische Regierung, die das Symposium mit Unterstützung des Nordischen Ministerrats veranstaltet, unter anderem den Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES), die UiT Arctic University of Norway, das Naturinstitut Grönland und GRID Arendal gewinnen.

In einem weiteren Artikel werden wir über die neuesten Entwicklungen berichten.

Julia Hager, PolarJournal

Link zum Symposium: https://www.arcticplastics.is/ 

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