Byebye 2023 und Herzlich Willkommen 2024 | Polarjournal
Feuer am antarktischen Himmel statt Feuerwerk: Das gesamte PolarJournal-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und nur das Allerbeste für 2024.

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende entgegen und die letzten Vorbereitungen für Silvesterfeiern rund um den Globus werden getätigt. Auch PolarJournal bereitet sich auf den Jahreswechsel vor und Chefredaktor und Geschäftsführer Michael Wenger möchte die Gelegenheit nutzen, einen persönlichen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen und einen Ausblick auf 2024 zu geben.

Es ist viel geschehen in den vergangenen 12 Monaten, sowohl in den polaren Regionen wie auch bei uns von PolarJournal. Meine Kolleginnen und Kollegen haben versucht, in ihren letzten Beiträgen in dieser Woche entsprechende Rückblicke zu geben. Nicht immer waren es schöne oder angenehme Themen, über die sie schreiben mussten, denn die Arktis und Antarktis sind von vielen Problemen betroffen, deren Ursachen in anderen Teilen der Welt ihren Ursprung haben. Da wären der Krieg in der Ukraine, der auch in seinem zweiten Jahr für Spannungen bis in die Arktis sorgt und notwendige Entscheidungen in wichtigen Antarktisgremien blockiert; oder der steigende Rohstoffhunger zahlreicher Staaten, der sich immer stärker auf die Meeresböden im Arktischen Ozean konzentriert, notabene für die Weiterentwicklung einer nachhaltigeren Energieversorgung; die steigenden Müll- und Schadstoffmengen, die mittlerweile in den polaren Tiefseegebieten und in den höchsten atmosphärischen Regionen nachgewiesen worden sind und dort die Tier- und Pflanzenwelt beeinflussen. Und nicht zu vergessen das Thema Nummer Eins in den Polargebieten: die Auswirkungen von steigenden Temperaturen in der Luft und in den Ozeanen.

Man könnte also scheinbar verzweifeln, wenn man immer wieder über diese Probleme und Aspekte schreibt. Aber eben nur scheinbar, denn es gab in diesem Jahr auch viele Lichtblicke und Bewegung in Richtung Ausgang. Beispielsweise lieferte das Plastik-Symposium in Reykjavik gute Nachrichten im Kampf gegen die Plastikverschmutzung in der Arktis und zeigte, wo und wie noch mehr getan werden kann; Frankreich und auch andere Länder haben am One Planet Polar Summit beschlossen, ihre Beiträge und Anstrengungen zum Schutz der globalen Kryosphäre zu erhöhen und liefern auch der Wissenschaft entsprechend mehr Mittel; am Arctic Circle Treffen wurden viele Projekte und Arbeiten in den arktischen Regionen vorgestellt, die für mehr Klimaschutz, bessere Einbindung und Stärkung der Rechte der indigenen Ureinwohner sorgen sollen.

Kritikerinnen und Kritiker könnten nun bemängeln, dass diese Bewegungen zu langsam, zu vage, zu schwach und zu spät kommen oder nur Papiertiger sind. Und vielleicht haben sie auch teilweise recht und die Welt bräuchte schnellere und härtere Massnahmen, um die Probleme in der Arktis und Antarktis lösen zu können. Doch das ist der Preis, den man in einem demokratischen System bezahlt und wo möglichst alle Meinungen miteinbezogen werden sollen. Da bleibt am Ende meist nur der kleineste gemeinsame Nenner. Doch das ist besser als kein Nenner und immerhin ein Schritt weiter als vorher.

Auch wir unternehmen Schritte vorwärts, denn wir sind in den vergangenen 12 Monaten stark gewachsen. Dies nicht zuletzt dank dem Ausbau ins Französisch und der herausragenden Arbeiten von Mirjana Binggeli und Camille Lin in dieser Sparte und Julia Hager und Heiner Kubny im Bereich der deutschen und englischen Artikel. Ebenfalls zu erwähnen sind die grossartigen, kritischen Blog-Beiträge von Dr. Irene Quaile-Kersken und der anderen Gastautoren, die genauso mithalfen. Dadurch wurde auch der Bekanntheitsgrad von PolarJournal als seriöse Informationsplattform über polare Angelegenheiten gesteigert. Verstärkte Zusammenarbeiten mit anderen Organisationen und Institutionen, die Veröffentlichung unserer Artikel auch auf anderen Plattformen und viele anerkennende und lobende Worte von zahlreichen Expertinnen und Experten sind das Ergebnis dafür.

Um aber diesem steigenden Bekanntheitsgrad und der damit verbundenen Arbeit zur Sicherung der Qualitätsstandards weiterhin gewachsen zu bleiben, haben wir unser Team verstärkt. Im Januar 2024 wird Ole Ellekrog im redaktionellen Bereich zum Team dazustossen. Der ausgebildete Journalist, der Abschlüsse der dänischen Schule für Medien und Journalismus und der Karls-Universität in Prag besitzt, arbeitete die vergangenen zwei Jahre als Kommunikationsmanager für The Arctic Hub in Grönland und war dort für die Verbreitung von wissenschaftlichen Arbeiten in der grönländischen Bevölkerung verantwortlich. Dadurch gewann er nicht nur tiefe Einblicke in die arktische Forschung und ein ausgezeichnetes Netzwerk an Verbindungen, sondern wurde von der Schönheit der Arktis eingefangen.

Doch nicht nur personell verstärken wir uns, sondern wir unternehmen auch auf strategischer Seite weitere Schritte, um unser Informationsangebot weiter auszubauen. Dazu gehört die Lancierung einer neuen Plattform voraussichtlich im März 2024, deren Inhalt wir aber noch geheim halten. Nur so viel sei verraten: Es handelt sich um das grösste und ambitionierteste Projekt seit unserem Start und soll auch unseren 5. Geburtstag unterstreichen. Und mit dieser Lancierung wird auch ein alter Bekannter, nämlich Kevin McGwin wieder ins Team von PolarJournal zurückkehren, aber in einer neuen Funktion.

Ausserdem planen wir den Ausbau der Kommunikationskanäle, indem wir verstärkt auf den sozialen Medien präsent sein werden, die Reichweite unseres Newsletter erhöhen und wir auch einen neuen Kanal öffnen wollen dank der Zusammenarbeit mit zwei jungen und hochmotivierten Journalistinnen. Auch hier möchten wir nicht zu viel verraten, aber wer neugierig ist, sollte uns weiterhin folgen.

Die Webseite wird ebenfalls einige neue Features erhalten und für noch mehr Informationsgehalt sorgen. So werdet ihr auch im 2024 kontinuierlich auf dem Laufenden über die Arktis und Antarktis gehalten werden.

Prost Neujahr und auf ein erfolgreiches 2024. Vielen Dank für eure Treue und euer Interesse an unserer Arbeit und an den Polarregionen.

Ich danke euch allen, liebe Leserinnen und Leser, für euer Interesse und eure Treue gegenüber unserer Plattform und ich wünsche allen einen fröhlichen, besinnlichen und schönen Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge 2024 für uns alle nur das Allerbeste bringen, allem voran Friede, Gesundheit und Glück. Prost!

Dr. Michael Wenger, PolarJournal

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