Arctic Sounds Festival wird Sisimiut rocken | Polarjournal
Arctic Sounds feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Dieses Musikfestival, das von Freiwilligen geleitet wird, bietet ein Programm, das der Vielfalt einen hohen Stellenwert einräumt. Bild: Arctic Sounds

Rock, Rap, Pop, Folk, Schlagzeuggesang und Death Metal. Fast jedes Musikgenre ist zum Arctic Sounds Festival eingeladen, das heute in Sisimiut, Grönland, beginnt. Eine kleine, nicht vollständige Auswahl der Künstler, die an diesem Wochenende die Bühne rocken werden.

Das 2014 ins Leben gerufene Musikfestival Arctic Sounds Greenland findet jedes Jahr in Sisimiut statt. In den letzten zehn Jahren wurden Künstler aus den nordischen Ländern, von Grönland bis zu den baltischen Staaten, Island und den Färöer-Inseln, sowie von den Inuit Nunaat eingeladen, dort aufzutreten.

Grönlands Sound of the Damned, Torluut! und aus Norwegen Pil&Blue werden die Hauptacts sein. Ein großartiges Line-up für ein Festival, das heute Abend mit dem Rapper Tarrak eröffnet wird. Mit seinem kompromisslosen Flow hat der junge Mann bereits ein Publikum weit über die Grenzen der Insel hinaus erobert. Letztes Jahr war er Headliner am berühmten Roskilde-Festival, eine Premiere für einen grönländischen Rapper.

Das Festival räumt traditionell färöischen Künstlerinnen und Künstlern einen Ehrenplatz ein. Dieses Mal mit dabei sind Dania O. Tausen, Frum und vor allem Gudrid Hansdóttir, die bei der letztjährigen Pan-Arctic Vision (dem arktischen Pendant zum Eurovision Song Contest) im Duett mit Blátt Myrkur auftrat.

Sound of the Damned sind die Hauptattraktion des Festivals mit Death Metal, der in Kalaallisut gesungen wird. Die aus der Hauptstadt Nuuk stammende Band war bereits in Grönland und Dänemark auf Tournee, bevor sie ihr erstes Album auf den Färöern aufnahm. Hier ein Auszug.

Ebenfalls in die Kategorie „Rock“ gehört das norwegische Duo Pil & Blue. Ein Gitarrist und ein Schlagzeuger für einen melodischen und kraftvollen Rocksound stehen, der sogar Hollywood erobert hat: Ein Song der Band ist im Abspann des Netflix-Films What Happened to Monday von 2017 zu hören.

Ebenfalls auf der Bühne stehen werden Silla, zwei Kehlkopfsängerinnen aus Nunavut, und Nuka Alice und Varna, die den Trommelgesang zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Ein a priori traditionelles Genre für ein entschieden modernes Ergebnis, zu dem auch Pilarngar von Varna gehört. Das Ende 2023 erschienene Stück bietet eine überarbeitete Version des grönländischen Gesangs.

Und zum Schluss noch Torluut! Die 2008 gegründete Band aus Nuuk mischt fröhlich Rock und Funk zu einem explosiven, hochenergetischen Cocktail. Im Ernst, wir haben es geliebt!

Und um nichts zu vergessen, bietet Arctic Sounds auch die Möglichkeit, Grönland und seine Bewohner in Zusammenarbeit mit lokalen Tourismusunternehmen zu entdecken. Mit Hundeschlitten, Schneemobilen, auf Skiern oder durch Segeln nimmt das Festival seine Gäste, Künstler und Mitwirkenden mit auf eine Entdeckungsreise durch die großartigen Landschaften der Insel. Und wer zu Hause bleibt, kann das Festival in den sozialen Netzwerken entdecken oder verfolgen.

Link zum Festival: https: //www.arcticsounds.gl

Mirjana Binggeli, PolarJournal

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